Kapitel 2Der Dichter

Illustrierter Originalumschlag der Erstausgabe von Johann Peter Hebels Allemannischen Gedichten.

Das »luftige[] rothe[] Tschöplein [= Jäckchen]«: Originalumschlag der Erstausgabe der Allemannischen Gedichte, von dem nur ein erhaltenes Exemplar bekannt ist

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Jenseits des deutschsprachigen Südwestens sind sie heute weitgehend unbekannt – anders als früher. 1803 begründeten die anonym erschienenen Allemannischen Gedichte schlagartig das Renommée ihres Autors. Hebel hatte zur rechten Zeit den rechten Ton getroffen: Die Sammlung wurde mehrfach übersetzt, teilweise vertont, wiederholt bebildert, sie sah zahlreiche rechtmäßige Ausgaben, fragwürdige Nachdrucke sowie gelehrte Editionen. Als eines der meistaufgelegten Werke des 19. Jahrhunderts waren die Allemannischen Gedichte Teil des deutschliterarischen Kanons.

Daß das Allemänlein in seinem luftigen rothen Tschöplein von seinen Landsleuten so gerne erkannt und so gut aufgenommen ist, und mit seinen Gauckeleyen noch da und dort ein Lächeln gewinnt, freut mich für das Allemänlein, und freut mich an den Landsleuten.

Brief an Hitzig von Anfang März 1803 (Z 90)